Samstag, 5. September 2020


13.30 und 15.00 Uhr

Theater am Saumarkt, Feldkirch

 

Thalias Kompagnons  / Deutschland  

DAHEIM IN DER WELT     4+

Fundstücke auf der Suche nach einem neuen Zuhause

Ein Zuhause braucht jeder.

Einen Ort, wo man hingehört.

Menschen, bei denen man dazugehört.

Einen Platz, wo man sich geborgen fühlt.

Manchmal muss man sich so einen Platz erst suchen. Oder erschaffen. Allein oder gemeinsam mit anderen. So geht es auch den kleinen Sachen, die der Theaterspieler gefunden und geschenkt bekommen hat. Strandsteine, ein Schneckenhaus, ein zierliches Puppenkissen …

Sie alle bekommen auf dem Theaterhocker Gelegenheit, für sich und füreinander zu sorgen, gemeinsam eine Welt zu entdecken und in ihr heimisch zu werden.

von und mit: Tristan Vogt

 

HOME IN THE WORLD 4+ 

Finds in search of a new home

Everyone needs a home. A place where you belong. People you belong to. A place where you feel safe.  Sometimes you have to find a place like this first. Or create. Alone or together with others. The same goes for the little things that the theater player found and received. Beach stones, a snail shell, a delicate doll pillow ...  On the theater stool they all have the opportunity to take care of themselves and for each other, to discover a world together and to feel at home in it.

 

Idea and game: Tristan Vogt

Fotos: Thalias Kompagnons


17.00 Uhr

Pförtnerhaus, Feldkirch

Lottaleben und theater.nuu / Österreich

FLIEGEN LERNEN        5+      

Eine humorvolle und zugleich poetische Parabel über große und kleine Stolpersteine frei nach einem Bilderbuch von Sebastian Meschenmoser 

»Ich war überrascht, als ich erkannte, dass es ein Pinguin war. Er sei bruchgelandet, meinte er. Obwohl ich wusste, dass Pinguine – und er war schließlich einer – nicht fliegen konnten, glaubte ich ihm und nahm ihn bei mir auf.«

Sebastian Meschenmoser zeichnet in seinem Buch »Fliegen lernen« eine wunderschöne Geschichte über einen abgestürzten Pinguin und seinen Finder. Die beiden etwas aus der Zeit gefallenen Charaktere probieren voller Hingabe alle erdenklichen Wege aus, um den Pinguin wieder flugfähig zu machen. theater.nuu und LOTTALEBEN nehmen die Parabel des Buches auf und erzählen eine Geschichte über das Fliegen, das Fallen und das Landen. Begleitet von der poetischen Musik der Band »Fräulein Hona« geben sich die beiden Performerinnen der Faszination der Flugversuche hin, spüren der Körperlichkeit von Empathie nach und fragen sich, was uns auffängt, wenn wir fallen.
Regie: Sarah Gaderer & Laura Nöbauer
; Bühne & Kostüm: Laura-Lee Röckendorfer; 
Spiel & Stückentwicklung: Emmy Steiner, Magdalena Plöchl;  Musik: Fräulein Hona
; Outside Eye: Gina Battistich;
Choreographisches Coaching: Martina Rösler.

 

LEARNING TO FLY

A humorous, yet understated tale about the many ups and downs in life

In his beautifully drawn book Learning to Fly, Sebastian Meschenmoser tells the charming story of a penguin, who has plummeted from the sky, and his rescuer. In their tenderly quaint and slightly outlandish ways, both protagonists leave no stone unturned to lift the penguin back into the air. Inspired by and named after this wonderful tale, theater.nuu’s and LOTTALEBEN’s play explores flying, crashing and landing in all their manifestations. Accompanied by the subtle tunes of the band Fräulein Hona, two female performers plunge into all kinds of aerial experiments, guided by two questions: How does empathy manifest itself in the human body? And who or what is going to catch us, when we are about to fall?

Based on a book by: Sebastian Meschenmoser

Fotos: Benjamin Wahl


20.00 Uhr

Ramschwagsaal Nenzing

Theater Wagabunt  / Österreich  

DIE HUMANISTEN     16+

von Ernst Jandl 

Zwei (selbsternannte?) Nobelpreisträger - ein "kunstler", ein "universitäten professor" - ergehen sich da - oder sollte es heißen: erbrechen sich in gebrochenem Deutsch - über die großen Themen der Menschheit, Sprache, Kultur, Kunst, Frau.

Schäumendes Bildungsgeschwafel, selbstgefällig und pfauenhaft: "mein schön deutsch sprach", "deutschen sprach sein ein kulturensprach".

Im eitlen Austausch von Komplimenten treiben sie sich geradezu in einen Orgasmus aus Sprachversatzstücken, unverblümt den sexuellen Subtext hervorkehrend: "puff denken sein gut denken / sein scharf denken". Bis das Ganze plötzlich in harte Konkurrenz umschlägt, die unterschwellige Gewalt offen ausbricht in "fußentritten" und "kopfenstücken". Erst ein Dritter von außen, ein "terroristä", kann die Verbrüderung nach innen wieder herstellen. Doch da ist das Spiel schon fast aus ...

Sowie Texte von und über Österreich: Franz Grillparzer, Peter Turrini, Peter Handke, Thomas Bernhard, Claus Peymann, Elfriede Jelinek, Gerhard Rühm, Ernst Jandl u.v.m

mit: Michaela Spänle, Ulrich Gabriel (GAUL), Wolfgang Pevestorf, Robert Kahr; Regie: Stephan Kasimir.

 

THE HUMANISTS 16+

by Ernst Jandl  

Two (self-proclaimed?) Nobel Prize winners - an "artist", a "university professor" - are doing - or should it be called: vomiting in broken German - about the great issues of humanity, language, culture, art, women. Foaming educational ramblings, complacent and peacock-like: "my beautifully spoke German", "German was a cultural language". In the vain exchange of compliments, they drift into an orgasm from language-setting pieces, bluntly revealing the sexual subtext: "Poof think, think well / think sharply". Until the whole thing suddenly turns into fierce competition, the subliminal violence breaks out openly in "kicks" and "head pieces". Only a third party from outside, a "terrorist", can restore the fraternization inside. But then the game is almost over ...  

As well as texts from and about Austria: Franz Grillparzer, Peter Turrini, Peter Handke, Thomas Bernhard, Claus Peymann, Elfriede Jelinek, Gerhard Rühm, Ernst Jandl and many more  

with: Michaela Spänle, Ulrich Gabriel (GAUL), Wolfgang Pevestorf, Robert Kahr; Directed by Stephan Kasimir.

Fotos: Theater Wagabunt