Donnerstag, 9. September 2021


15.00 Uhr

Nenzing, Ramschwagsaal

Thalias Kompagnons / Deutschland  

WENN FERDINAND NACHTS SCHLAFEN GEHT     5+     

Mit Gedichten von Lorenz Pauli, Andrea Schomburg, Jürgen Brater und Iris Schürmann-Mock

 

Der kleine Ferdinand kann nicht einschlafen, denn im Dunkeln ist sein Zimmer so unheimlich. Die Kommode wird zum Monster, die Gardine schwimmt als Fisch durch die Tapete, und wieso kann er auf einmal fliegen?
 Ermutigt und begleitet von seiner Katze macht sich Ferdinand in dieser Nacht auf die Suche nach dem großen Zauberer, der hinter den Verwandlungen steckt. Und macht dabei eine verblüffende Entdeckung ...
 Eine verträumte Liebeserklärung an die Abenteuer der Einbildungskraft.

 

Von und mit
: Joachim Torbahn (an Papier und Schere)
 und Tristan Vogt (am Erzählen und am Akkordeon); Regie: Iwona Jera & Thalias Kompagnons; Komposition: Peter Fulda.

 

Fotos: Thalias Kompagnons


17.00 Uhr

Feldkirch, Theater am Saumarkt

Puppentheater Stäckschneck  / Österreich  

DER KLEINE HÄWELMANN       4+     

von Sven Stäcker nach Theodor Storm

 

In der Stadt schlafen alle Menschen, nun fast alle. Der freche kleine Häwelmann ist putzmunter unruhig und es ist ihm schweinelangweilig. Er will, möchte und muss in den dunkelmunkeligen Wald zu den Tieren. Doch diese schnarchen auch, in der Nacht. Aus seinem Bettlaken bastelt er ein Segel, bläst hinein und saust davon. Erst rollt er durch das Zimmer, schließlich zum Fenster hinaus. Der dünne Halbmond leuchtet Häwelmann auf der Fahrt durch die Nacht. Mit Schwung überfährt er den armen Halbmond. Plötzlich ist dieser ein breiter dicker Vollmond. Häwelmann flitzt durch die Stadt, durch den Wald.

Wie geschrieben schnarchen alle Tiere, außer Karl Eduard, ein zerrupfter Kater, der von Ast zu Ast springt und mit seinen funkelnden Augen die Sterne imitiert, der ist katzenwach.

Häwelmännlein rast weiter direkt in den Himmel hinein, zu den Sternen. Dabei schreit er: „Mehr und mehr, immer mehr!“, „Höher und höher, immer höher!“ „Weiter und weiter, immer weiter!“ Nichts ist ihm gut genug! Geht DAS gut?

 

Puppen/Regie/Spiel:   Sven Stäcker; Musik:  Zuschauerkinder.


20.00 Uhr

Feldkirch, Theater am Saumarkt

Sven Stäcker  / Österreich  

DAS LEBEN IST WIE EIN FISCH AN DER WAND       12+     

von Sven Stäcker nach Raizel Zychlinski

 

Der Tod liebt seine Arbeit. Wenn das Leben von Menschen abgelaufen ist, wenn das Sterben die Erlösung ist, dann holt der Tod sie gern zu sich. Aber immer wieder gibt es unerhört grausame Zeiten. Dann muss der Tod eine Arbeit machen, die ihm keinen Spaß mehr macht. Er muss Menschen abholen, die noch gar nicht dran sind! So auch bei den verruchten Nazis und Konsorten. Der Tod musste so viele Menschen anfassen, Woche für Woche, Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute, Sekunde für Sekunde.

Er musste ein kleines Mädchen aus Theresienstadt abholen, nur weil es eine winzig kleine Zwiebel

einsteckte. Einen Schauspieler musste er von der Bühne zerren und ihn in den Zug nach Auschwitz werfen. Eine alte Frau suchte ihre Enkelin, weil sie eine Puppe mit himmelblauen Augen für sie kaufte. Doch die Enkelin war bereits fort….

Zum größten Teile waren es jüdische Menschen, die der Tod holen musste. Er schaffte es nicht mehr und die Schicksale der Menschen bereiteten ihm die allergrößten Schmerzen.  So erzählte er ihnen jiddische Witze, damit sie ihm lachend in die Arme fielen. Das LACHEN machte es dem Tod auch etwas leichter, eine Arbeit zu tun, die ihm plötzlich zum Knochenhalse heraushing.

 

Puppen/Spiel:  Sven Stäcker; Livemusik: Stephan Rausch; Regie: Ulrike Melnik, Sven Stäcker; Bühnenteile: Ulrike Melnik. 

 

Fotos: Stäcker