Freitag, 24. Juni

10.00 Uhr, Ramschwagsaal

Theater MAZAB / A

KRIEG. STELL DIR VOR, ER WÄRE HIER   12+

nach dem Essay von Janne Teller

Übersetzung aus dem Dänischen von Sigrid C. Engeler

 

Stell dir vor, es ist Krieg – nicht irgendwo weit weg, im Irak oder in Afghanistan, sondern hier in Europa. Die demokratischen Staaten sind zusammengebrochen und faschistische Diktaturen entstanden. Seit Jahren bekämpfen sich Franzosen, Deutsche, Italiener und Griechen. Die Städte sind zerstört, die Wirtschaft liegt brach und nirgends ist es sicher. Es regieren Angst, Kälte und Hunger in Europa. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14-jährige Protagonist. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Weil er keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen, keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Außenseiter und sehnt sich nach Hause. Doch wo ist das?

Nach dem Bestseller „Nichts. Was im Leben wichtig ist.“ geht es Janne Teller diesmal um den Schrecken des Krieges, um Flucht und Vertreibung, und um das Überleben in der Fremde. Janne Teller, 1964 in Kopenhagen geboren, stammt aus einer deutsch-österreichischen Familie und lebt in New York. Für ihre literarische Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet. In „Krieg. Stell dir vor, er wäre hier.“ stellt sie mit einem kleinen aber entscheidenden Dreh unsere Alltagswirklichkeit auf den Kopf und zwingt uns, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen.

 

Mit: Elisabeth Nelhiebel,  Regie/Bühne: Markus Steinwender, Kostüm/Bühne: Leonie Reese, Dramaturgie/Bühne (Fotobilder): Peter Malzer

 

http://www.mazab.at

 

WAR, WHAT IF IT WERE HERE  12+

by Janne Teller

 

The text begins with a question: “If a war were to break out here. Where would you go?” With her simple but poignant sentences Teller paints a powerful picture of a war in Europe, the flight of a family through a number of countries and their subsequent life in a refugee camp, as well as telling the story of a new generation growing up in Egypt. Teller writes about the 14-year-old protagonist using the second person narrative, and she means you – you, the reader. She’s telling a story about you. About your worries and fears. About your parents, your sisters, your brothers, your friends. About your life, the one that’s now out of your control.

“Where to go? There’s no answer. Your family has been reduced to a mere number. Five! There’s no country that wants to take in another five refugees. Refugees who haven’t mastered the language and who don’t know how to carry themselves in a society shaped by classical culture; who don’t understand that one should respect one’s neighbors, treat guests better than oneself, and venerate the honor of a woman.”

The refugees from Europe don’t speak the language, they can’t tolerate the heat, and they don’t show respect for others. They belong to a different culture. They are not welcome.

 

With Elisabeth Nelhiebel, Director/Stage:  Markus Steinwender,  Costumes/Stage: Leonie Reese

Dramatic Advisor/Pictures on Stage: Peter Malzer

Fotos: Markus Steinwender

 

17.00 Uhr, Ramschwagsaal

Gostner Hoftheater / D

SCHERBENPARK   14+

von Alina Bronsky

 

Geht niemals in den Scherbenpark. Hier geht es laut, blutig und derb zu. Der Scherbenpark ist ein Ort der Kollisionen. Hier kracht es zwischen Ost und West, Männern und Frauen, reich und arm, jung und alt.

Das Viertel der 17jährigen Sascha ist eine Hochhaussiedlung, auch schlicht „Russenghetto“ genannt. Hier lebt sie mit zwei jüngeren Geschwistern und einer Verwandten, die sich seit der Tragödie, die die Familien berühmt und mutterlos gemacht hat, um die Kinder kümmert. Sascha, hochintelligent und wütend, ist entschlossen, ihre Mutter zu rächen und für ihre Geschwister zu sorgen. Doch die Geschichte entwickelt sich in eine andere Richtung, als sie den Journalisten Volker und dessen Sohn Felix kennenlernt.

Auf der Bühne agieren eine Schauspielerin und ein DJ. Dieser steuert einen eigenen Sound-Teppich bei, wodurch eine mitreißende Klangwelt aus Sprache und Musik entsteht, die die Atmosphäre des Stücks unterstreicht.

Alina Bronskys Debütroman „Scherbenpark“, erschienen 2008, hatte großen Erfolg bei Publikum und Kritik und wurde rasch zum Bestseller.

Mama war eine von der Sorte, die heutzutage nicht mehr hergestellt wird - von allem ein bisschen mehr und ein bisschen feiner.

Und das habe ich auch in meinem Buch über sie geschrieben, damit es jeder erfährt. Ich will nicht, dass sie nur berühmt wird, weil sie so elend krepiert ist.

Mama.

Damals war dieses Wort für uns gestorben.

Immer, wenn jemand in Gegenwart meines kleinen Bruders das Wort „Mama“ aussprach, wurde er steif und saß so starr und unmenschlich da, als hätte ihn gerade die Schneekönigin geküsst.

Um Anton nicht zu quälen, habe ich jedem, der in seiner Gegenwart „Mama“ sagte, eine runtergehauen.

Das war das wenigste, was ich für meinen Bruder tun konnte.

 

Spiel: Anežka Rusevová & DJ-live-set Vegas House,  Regie: Tilmann Seidel, Bühne/Ausstattung: Simona Fenyves,  Bearbeitung: Thomas Richhardt

 

http://www.gostner.de

 

BROKEN GLASS PARK   14+

by Alina Bronsky

 

Broken Glass Park made a remarkable debut when it was published in Germany in 2008. Its author, the twenty-nine-year old Russian-born Alina Bronksy has since been hailed as a wunderkind, an immense talent who has been the subject of constant praise and debate.

The heroine of this enigmatic, razor-sharp, and thoroughly contemporary novel is seventeen- year-old Sacha Naimann, born in Moscow. Sacha lives in Berlin now with her two younger siblings and, until recently, her mother. She is precocious, independent, skeptical and, since her stepfather murdered her mother several months ago, an orphan. Unlike most of her companions, she doesn’t dream of getting out the tough housing project where they live. Her dreams are different: she wants to write a novel about her mother; and she wants to end the life of Vadim, the man who murdered her.

What strikes the reader most in this exceptional novel is Sacha’s voice: candid, self-confident, mature and childlike at the same time: a voice so like the voices of many of her generation with its characteristic mix of worldliness and innocence, skepticism and enthusiasm. This is Sacha’s story and it is as touching as any in recent literature.

 

Actors: Anežka Rusevová & DJ-live-set Vegas House,  Director: Tilmann Seidel, Stage and Costumes: Simona Fenyves, Adaption: Thomas Richhardt

 

 

KONTAKT:  Luaga & Losna

 

Johannes Rausch

Gamperdonaweg 2

A 6710 Nenzing

0043.5525.62575

contact@luagalosna.at 

 

Sabine Wöllgens

sabine.woellgens@luagalosna.at

 

 

INFORMATION, KARTENRESERVIERUNG

Festivalbüro

Stefanie Seidel

Gamperdonaweg 2

A 6710 Nenzing 

M: 0043 (0)699 - 134 06 558

stefanie.seidel@luagalosna.at

 

EINTRITTSPREISE

Tagesvorstellung € 5,00

Familien, SchülerInnen, ab 3 Personen € 4,00

Jugend360card € 4,00

Festival-Familienpass € 40

Abendvorstellung € 10 / € 8 

 

SPIELORTE Feldkirch

Pförtnerhaus,

Reichenfeldgasse 9

Theater am Saumarkt, Mühletorplatz 1

Antiquariat Chybulski, Bahnhofstr. 11

 

SPIELORTE Nenzing:

Ramschwagsaal, Ramschwagplatz 1

Artenne Nenzing, Kirchgasse 6 Festivalclub (Provinzwerkstatt), Gamperdonaweg 2