Donnerstag, 18. Juni

 

10.00 Uhr, Ramschwagsaal

 

Theater Marabu  / Deutschland  

GOOD GAME GRETEL     11+

 

Vergiftete Äpfel, blutende Schuhe, böse Stiefmütter – Märchen sind oft grausam. Die Kinder in den Märchen haben mit bösen Mächten zu kämpfen und schwierige Aufgaben zu lösen, bevor am Ende alles gut werden kann. Ganz ähnlich sind die Adventure Spiele der Kinder heutzutage.

Zwei Perfomer*innen machen sich auf die Spur von Hänsel und Gretel und begeben sich in die düstere Märchenwelt, die auch immer ein Spiegel der Gegenwart ist. Spielerisch hinterfragen sie die Geschichte. Wer könnten Hänsel und Gretel heute sein? Warum können sie nicht nach Hause? Welche Probleme müssen sie lösen und welche Gefahren überwinden? Mit den Mitteln des Computerspiels erschaffen sie ihre eigene fantastische Welt. Eine Mischung aus Märchen, Computerspiel und realen Erfahrungen.

„Good Game Gretel“ handelt von dem Umgang mit Familienproblemen und von Einsamkeit aber auch von der Lust, im Spiel Hindernisse zu überwinden und Handlungsspielräume zurückzuerobern.

 

Stückentwicklung: Ensemble; Recherche: Alina Rohde;  Regie: Christina Schelhas; Assistenz: Lea Reihl; Ausstattung: Barbara Lenartz; Dramaturgie: Claus Overkamp; Performance: Alina Rohde, Henning Jung; Lichtdesign: Bene Neustein; Sounddesign: Tobias Gubesch.


 

Fotos: Ursula Kaufmann


20.00 Uhr, Ramschwagsaal

 

Theater Wagabunt  / Österreich  

DIE HUMANISTEN     16+

von Ernst Jandl 

 

Zwei (selbsternannte?) Nobelpreisträger - ein "kunstler", ein "universitäten professor" - ergehen sich da - oder sollte es heißen: erbrechen sich in gebrochenem Deutsch - über die großen Themen der Menschheit, Sprache, Kultur, Kunst, Frau.

Schäumendes Bildungsgeschwafel, selbstgefällig und pfauenhaft: "mein schön deutsch sprach", "deutschen sprach sein ein kulturensprach".

Im eitlen Austausch von Komplimenten treiben sie sich geradezu in einen Orgasmus aus Sprachversatzstücken, unverblümt den sexuellen Subtext hervorkehrend: "puff denken sein gut denken / sein scharf denken". Bis das Ganze plötzlich in harte Konkurrenz umschlägt, die unterschwellige Gewalt offen ausbricht in "fußentritten" und "kopfenstücken". Erst ein Dritter von außen, ein "terroristä", kann die Verbrüderung nach innen wieder herstellen. Doch da ist das Spiel schon fast aus ...

 

Sowie Texte von und über Österreich: Franz Grillparzer, Peter Turrini, Peter Handke, Thomas Bernhard, Claus Peymann, Elfriede Jelinek, Gerhard Rühm, Ernst Jandl u.v.m

 

mit: Michaela Spänle, Ulrich Gabriel (GAUL), Wolfgang Pevestorf, Robert Kahr; Regie: Stephan Kasimir

 

 

Fotos: Wagabunt