17.00 Uhr
Pförtnerhaus
FigurenTheater St. Gallen & Theaterwerstatt Gleis 5 / Schweiz
DIE MUSKELTIERE 6+
Frei nach „Die Muskeltiere – Einer für alle - alle für Einen“ von Ute Krause
Picandou führt ein beschauliches Mäuseleben in einem Feinkostgeschäft. Doch eines Tages ist es mit der Ruhe vorbei: Auf der Straße gabelt er die Ratte Gruyère auf, die ihr Gedächtnis verloren hat und sich für eine Maus hält, und bei Picandou zuhause hat sich auch noch der Rumtreiber Ernie eingenistet. Gemeinsam machen die drei Nager sich auf, das Rätsel von Gruyères Herkunft zu lösen. Sie schlittern durch Kanäle und Regenrinnen, kriegen sich mit einer Rattenbande in die Haare und landen schließlich im piekfeinen Apartment des Goldhamsters Bertram von Backenbart, der sich ihrem Abenteuer anschließt.
Eine Geschichte über Freundschaft und das große Glück, Unterschiede zu überwinden und über den eigenen Schatten zu springen.
Spiel: Frauke Jacobi, Rahel Wohlgensinger; Regie: Simon Engeli; Figuren: Mario Hohmann, Melanie Sowa; Szenografie: Helen Prates de Matos; Musik: Willi Häne; Stückfassung: Simon Engeli, Simon Deckert.
Fotos: Ilja Mess
19.30 Uhr
Theater am Saumarkt
Kollektiv Wortart / Österreich
INGEBORG BACHMANN - ZWEI HÖRSPIELE 16+
Zwei Live-Hörspiele zum 100. Geburtstag Ingeborg Bachmanns.
Zum 100. Geburtstag bringt das Kollektiv Wortart in einer Mischform aus Live-Hörspiel und szenischer Lesung zwei Hörspiele Bachmanns auf die Bühne. Mit ihrer Kritik am Kapitalismus und an totalitären Regimen, patriarchalen Strukturen und stereotypen Geschlechterrollen, der Beschäftigung mit Individuum und Gesellschaft und der Frage nach der Möglichkeit von privatem Glück und Selbstverwirklichung im Kontext einer strengen Ordnung haben sie nichts an Aktualität verloren.
In „Ein Geschäft mit Träumen“ werden einem braven und gewissenhaften Angestellten seine Träume vorgeführt, die teilweise überraschend und erschreckend sind, aber durchaus auch ihre unterhaltsamen Aspekte haben. Von einem größenwahnsinnigen Diktator, über albtraumhafte Kriegsszenarien bis hin zu einer romantischen Liebe findet sich hier alles. Doch der Angestellte hat leider keine Zeit zu träumen. Der Hörspieltext wird mit Ausschnitten aus Briefen von Ingeborg Bachmann an Paul Celan und einigen Gedichten verwoben.
Bei „Der gute Gott von Manhattan“ werden glückliche Liebespaare gar von einem selbst ernannten Gott mit Bomben beworfen, da sie in seinen Augen die strenge Ordnung der Gesellschaft stören und keinen Nutzen haben.
Spiel: Stefan Bergmann, Paul Hüttinger, Birgit Unger; Komposition, Sounddesign, Musik: Johannes Pobitzer; Dramaturgie: Christina Kramer.
Die Vorstellungen sind blind- inklusiv konzipiert.
Fotos: Kollektiv Wortart, Barbara Anderl, Haselbauer